Fragen zu Versicherungen?
Wir helfen gerne: 06220 92233-0

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

aktualisiert am 03.02.2026 von Alexander Kohl

Unfallversicherung für Kinder – Was Eltern und Großeltern wissen sollten

Ein Moment – und alles ist anders. Ein Kind spielt, stolpert, verletzt sich. Meist ist es harmlos – manchmal aber nicht. Durch einen Unfall eines Kindes kann sich der Alltag Deiner Familie komplett ändern: Arzttermine, Reha, Hilfsmittel vielleicht sogar Umbauten im Haus, ein entsprechendes Fahrzeug oder ein Elternteil, der weniger arbeiten kann. Die gute Nachricht: Du kannst dieses Risiko sehr gut planbar machen – wenn du weißt, wo die gesetzlichen Leistungen enden und worauf es bei einer privaten Kinder-Unfallversicherung wirklich ankommt.

Das Wichtigste in aller Kürze:

  • Gesetzlich versichert ist dein Kind nur in klaren Situationen (Kita/Schule/Weg).

  • Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit – und sind damit oft nicht gesetzlich abgedeckt.

  • Eine private Unfallversicherung zahlt 24/7 weltweit – entscheidend sind Invaliditätssumme + Progression + saubere Leistungsbausteine, nicht kleine „Gimmicks“.

  • Wenn du auch Krankheiten absichern willst: Dafür ist eher eine Kinderinvaliditätsversicherung das passende Produkt.

Inhaltsverzeichnis

Gesetzlicher Schutz: Nur in bestimmten Fällen

Viele Eltern gehen davon aus, dass ihr Kind „ja gesetzlich unfallversichert“ ist. Stimmt – aber nur in einem engen Rahmen.

Gesetzlicher Schutz besteht typischerweise:

  • im Kindergarten oder in der Schule

  • bei schulischen Veranstaltungen / Betreuung im Auftrag der Schule

  • auf dem direkten Weg dorthin oder zurück

Nicht abgedeckt sind häufig:

  • Unfälle zu Hause

  • Unfälle beim Spielen in der Freizeit

  • viele Situationen im Urlaub

  • typische Freizeitrisiken (Spielplatz, Trampolin, Fahrrad, Toben)

Kurz: Genau dort, wo Kinder leben und entdecken, ist der gesetzliche Schutz oft nicht der Rettungsanker, den viele erwarten.

Eine wichtige gesetzliche Regelung ist hier § 2 SGB VII:

„Kraft Gesetzes sind versichert … Schüler während des Besuchs von allgemein- oder berufsbildenden Schulen und während der Teilnahme an unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule oder im Zusammenwirken mit ihr durchgeführten Betreuungsmaßnahmen …“

Freizeitunfälle, Sportunfälle im Verein oder Verletzungen beim Spielen zu Hause sind nicht abgedeckt.

Wann ist eine private Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?

Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“. Sie testen Grenzen aus – motorisch, spielerisch, manchmal waghalsig. Meist geht alles gut. Aber wenn ein Unfall dauerhafte Folgen hat, wird es schnell teuer.

Typische Kosten nach einem schweren Unfall können sein:

  • Umbauten (z. B. barrierefreie Anpassungen, Bad, Türen, Treppen)

  • Reha, Therapien, Hilfsmittel, Fahrtkosten

  • zusätzliche Betreuung/Pflege

  • Verdienstausfall, wenn ein Elternteil reduziert arbeitet

Eine gute private Unfallversicherung hilft vor allem da, wo es richtig zählt: bei bleibenden Beeinträchtigungen.

Was sie grundsätzlich leistet:

  • 24/7-Schutz weltweit (auch Freizeit, Urlaub, Wochenende)

  • Einmalzahlung bei dauerhafter Invalidität

  • je nach Tarif: sinnvolle Sofortleistungen (z. B. bei Knochenbruch) als Extra – aber nicht als „Hauptgrund“

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kosten: Was kostet eine gute Kinder-Unfallversicherung?

Als grobe Orientierung:

  • solide Tarife starten häufig bei ca. 10 € pro Monat

  • sehr gute Tarife liegen oft eher bei 15 € und mehr (je nach Leistung, Summe, Progression)

Wichtig: Der Preis allein sagt wenig. Entscheidend ist, was im Ernstfall wirklich ausgezahlt wird. Ganz wichtig ist auch: die Bedingungen unterscheiden sich teilweise im grundsätzlichen Punkten. Lass Dich also am besten dazu umfassend beraten: Terminbuchung hier.

Die 5 Punkte, die bei Kinder-Unfallversicherung wirklich zählen

Wenn du nur eine Sache mitnimmst, dann diese Checkliste:

1) Invaliditätssumme: lieber solide als „gerade so“

  • mindestens 100.000 €

  • je nach Situation/Absicherungsziel oft sinnvoll: 150.000–200.000 € oder mehr

2) Progression: der Hebel für schwere Fälle

  • häufig sinnvoll: 350 % bis 500 %

  • je höher, desto stärker steigt die Leistung bei schweren Dauerschäden

3) Gliedertaxe: die „Bewertungstabelle“ des Tarifs

Die Gliedertaxe entscheidet, wie stark bestimmte Einschränkungen bewertet werden.
Gute Tarife sind hier fair und leistungsstark – gerade bei schweren Beeinträchtigungen. (Die genaue Einstufung ist tarifabhängig.)

4) Saubere Leistungsauslöser (die oft übersehen werden)

Achte darauf, ob der Tarif auch in typischen Kinder-Szenarien sinnvoll leistet, z. B.:

  • Vergiftungen

  • Infektionen (tarifabhängig geregelt)

  • Eigenbewegung (Unfall ohne „äußere Gewalt“ – je nach Bedingungen wichtig)

  • Ertrinken / Ersticken (tarifabhängig)

  • weitere typische Kinderunfälle, bei denen schwache Tarife schnell „Nein“ sagen

5) Zusatzleistungen: nett – aber nicht kaufentscheidend

Sofortgeld bei Knochenbruch, Krankenhaustagegeld, Nachhilfe, Rooming-in: kann sinnvoll sein.
Aber: Das sind Extras. Der Kern ist immer: hohe Leistung bei dauerhaften Folgen.

Häufige Fehler: Diese 6 Dinge kosten Familien im Ernstfall richtig Geld

  1. Zu niedrige Invaliditätssumme („Wir wollten erst mal klein anfangen…“)

  2. Keine oder zu geringe Progression (bei schweren Fällen fehlt dann der große Hebel)

  3. Gliedertaxe nicht geprüft (schwache Bewertung = schwache Leistung)

  4. Wichtige Auslöser nicht mitversichert (Vergiftung/Infektion/Eigenbewegung – je nach Tarif)

  5. Verlockende Mini-Extras statt echter Kernleistung (Marketing schlägt Schutz)

  6. Unfallrente als „teures Gefühl“
    Unfallrenten sind oft teuer und im Verhältnis zur Beitragshöhe wenig attraktiv. In der Praxis ist eine starke Einmalzahlung (Summe + Progression) häufig der sinnvollere Weg.

Kostenlose PDF-Checkliste für Eltern & Großeltern

Wenn du bereits einen Vertrag hast: Ich kann ihn kurz anhand der wichtigsten Punkte prüfen – und dir sagen, ob er im Ernstfall wirklich trägt oder nur „nett klingt“.

Worauf solltest du beim Abschluss achten?

  • Invaliditätsleistung: Mind. 100.000 €, gerne mehr
  • Progression: z. B. 500 % – je schwerer der Schaden, desto höher die Auszahlung
  • Gliedertaxe: faire Bewertung körperlicher Einschränkungen
  • Leistung bei: Vergiftungen, Eigenbewegung, Infektionen, Ertrinken etc.
  • Zusatzleistungen: Sofortgeld bei Knochenbrüchen, Nachhilfe, Rooming-in, Krankenhaustagegeld


Wichtig:
Lass dich nicht von kleinen Nebenleistungen blenden. Entscheidend ist der Schutz bei schwerwiegender, bleibender Beeinträchtigung.

Von Unfallrenten rate ich übrigens ab – sie kosten viel und leisten relativ wenig. Besser ist eine hohe Einmalzahlung durch entsprechende Invaliditätssumme & Progression.

Und wie sieht’s bei Krankheiten aus?

Wer auch diese Risiken abdecken will, sollte sich über eine Kinderinvaliditätsversicherung informieren. Sie ist teurer – bietet aber breiteren Schutz, auch bei Erkrankungen.

Fazit

  • ✅ Gesetzlicher Schutz greift nur im Ausnahmefall
  • ✅ Eine private Kinder-Unfallversicherung kann im Alltag wichtige Lücken schließen
  • ✅ Gute Tarife sind bezahlbar und im Ernstfall Gold wert

 

Ob Eltern oder Großeltern – wer Verantwortung trägt, sollte sich frühzeitig informieren. Die gute Nachricht: Man kann mit wenig Aufwand viel absichern.